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Von den vielen
Bauhandwerkern aus den Dörfern des oberen
Fliedetales, die im vorigen Jahrhundert in der
Mainmetropole arbeiteten, wird gesagt, sie hätten
"halb Frankfurt" aufgebaut. Beim Lösen der Fahrkarte
für die Heimreise am Wochenende sollen sie einen
Schalterbeamten am Frankfurter Bahnhof wegen
des öfteren "Nach Flieden" zu dem Ausspruch
veranlasst haben: "Flieden muss ja ein ganzes
Königreich sein!"
Einer anderen Version
liegt die Unkenntnis eines Fliedener Sohnes über die
politische Zugehörigkeit seiner Heimatgemeinde
zugrunde. Als in den Befreiungskriegen gegen
Napoleon der Aufruf erging, sich freiwillig
für den Kriegsdienst zu melden, stellten sich aus
allen Landesteilen junge Männer für das
Freiheitsheer zur Verfügung. Anlässlich eines Appell
lieβ sich ein hoher Militär die angetretenen
Soldaten vorstellen, die jeweils aus der Formation
traten und Namen und Herkunft angaben. Unser junger
Freund aus Flieden hörte sich alles mit an und
vernahm: Königreich Sachsen, Königreich Westfalen,
Königreich Preuβen.... und wartete bis er an die
Reihe kam. Dann wusste er seinen Namen recht gut
aufzusagen, aber zu welchem "Reich" er
gehörte, war ihm nicht bewusst. Nach kurzer
Verlegenheitspause begann er noch einmal, und da
klang es fest und unerschütterlich "Johann Adam
Klug, Königreich Flieden!" |