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Geschichte

Flieden wurde im Jahre 806 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erwähnt.

Die verkehrsgünstige Lage des Ortes an der alten Handelsstraβe von Frankfurt am Main nach Leipzig brachte Vorteile und auch Nachteile. Einerseits konnte man mit Proviant und Dienstleistungen an den Reisenden verdienen, andererseits wurden die Bewohner ungewollt an kriegerischen Ereignissen beteiligt.
 
Warum hat Flieden den Namen Königreich?
 
Von den vielen Bauhandwerkern aus den Dörfern des oberen Fliedetales, die im vorigen Jahrhundert in der Mainmetropole arbeiteten, wird gesagt, sie hätten "halb Frankfurt" aufgebaut. Beim Lösen der Fahrkarte für die Heimreise am Wochenende sollen sie einen Schalterbeamten am Frankfurter Bahnhof  wegen des öfteren "Nach Flieden" zu dem Ausspruch veranlasst haben: "Flieden muss ja ein ganzes Königreich sein!"

Einer anderen Version liegt die Unkenntnis eines Fliedener Sohnes über die politische Zugehörigkeit seiner Heimatgemeinde zugrunde. Als in den Befreiungskriegen gegen Napoleon der Aufruf  erging, sich freiwillig für den Kriegsdienst zu melden, stellten sich aus allen Landesteilen junge Männer für das Freiheitsheer zur Verfügung. Anlässlich eines Appell lieβ sich  ein hoher Militär die angetretenen Soldaten vorstellen, die jeweils aus der Formation traten und Namen und Herkunft angaben. Unser junger Freund aus Flieden hörte sich alles mit an und vernahm: Königreich Sachsen, Königreich Westfalen, Königreich Preuβen.... und wartete bis er an die Reihe kam. Dann wusste er seinen Namen recht gut aufzusagen, aber zu welchem "Reich" er  gehörte, war ihm nicht bewusst. Nach kurzer Verlegenheitspause begann er noch einmal, und da klang es fest und unerschütterlich "Johann Adam Klug, Königreich Flieden!"